Zum 29.09.2017 habe ich meinen Austritt aus der AfD-Landtagsfraktion bekannt gegeben.

Dazu möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

Letztlich war es eine Gewissensentscheidung. Zwei Gründe haben mich dazu bewogen:
Erstens ist es mein Anspruch, dort politisch mitzuarbeiten, wo es erklärtes Ziel ist, in möglichst absehbarer Zeit Regierungsverantwortung zu übernehmen und wo dieses Ziel mit Sachpolitik verfolgt wird. Mir geht es vordergründig um die Gestaltung unserer Zukunft. Ein längeres Ausharren und Agieren als Fundamentalopposition widerspricht meiner politischen Ambition. Vor allem seit dem letzten Bundesparteitag der AfD wurde zunehmend deutlich, dass Kompromisse zugunsten einer möglichen Regierungsbeteiligung und damit einer Veränderung unseres Landes auch in kleinen Schritten nicht mehrheitsfähig in der AfD sein wird.

Zweitens empfinde ich die wiederholte thematische Fokussierung einzelner Parteimitglieder auf die Zeit des Nationalsozialismus ohne erkennbare Folgen für diese und die damit verbundene Relativierung dieser Ideologie als befremdlich und lehne dies entschieden ab. Auch die in letzter Zeit zunehmend verwendete Rhetorik ist nicht die meine.
Diese Ausrichtung  der AfD  ist auch nicht von der AfD-Programmatik gedeckt. Ich bin überzeugt, dass diese Vorfälle der AfD die kurz- als auch mittelfristige Regierungsfähigkeit gekostet haben. Eine breite konservative Wählerschaft wird die AfD dadurch nicht dauerhaft an sich binden können.

Andrea Kersten, MdL

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