Chemnitzer Lehramt-Absolventen sofort an die Schulen!

Das erste Mal seit 15 Jahren verlassen wieder ausgebildete
Grundschullehrer die TU Chemnitz. Denn erst seit 2013 wird in Chemnitz
der Studiengang wieder angeboten – vorher konnten Pädagogen nur in
Leipzig und Dresden auf Grundschullehramt studieren.

Dazu Andrea Kersten, Schulpolitikerin und Mitglied des Sächsischen
Landtages:

„Schön zunächst, dass nun auch in Chemnitz nach langer Zeit wieder
Grundschullehrer die Hörsäle verlassen, um künftig vor den Klassen zu
stehen. Leider ist es immer noch so, dass die Absolventen ihr Studium
zwei Monate nach Schuljahresbeginn beenden. Bei dem gravierenden
Lehrermangel in Sachsen ein Unding. Wann wird dieser Umstand endlich
behoben? Ich kann nur hoffen, dass allen Absolventen zügig ein
Einstellungsangebot unterbreitet wird und sie nicht erst im nächsten
Schulhalbjahr in Sachsen starten können. Da ist verschenkte Zeit und
womöglich ist der eine oder andere voll ausgebildete Lehrer dann schon
in einem anderen Bundesland tätig.

Zusätzlich sollte in Chemnitz auch breiter diversifiziert werden. Denn
die südwestsächsische Region -allen voran die Stadt Chemnitz selbst- hat
den größten Bedarf an Lehrkräften; und das nicht nur im
Grundschulbereich. Die Diskussion um die Ausbildung weiterer
Lehramtsarten muss weiter ergebnisoffen geführt werden.  Warum nicht
auch Oberschullehrer ausbilden? Auch in diesem Bereich herrscht akuter
Mangel. In Chemnitz eine Außenstelle der Lehramtsausbildung zu
implementieren,  könnte eine schnelle und flexible Alternative sein.“

Abgeordnete im Sächsischen Landtag

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