IGLU-Studie: Lesekompetenz muss auf vielen Ebenen verstärkt werden

Zu den Ergebnissen der IGLU-Studie, wonach jeder fünfte Viertklässler in Deutschland nicht richtig lesen kann, erklärt Andrea Kersten, MdL, bildungspolitische Sprecherin und Mitglied der „Blauen Gruppe“ im Sächsischen Landtag:

„Das mangelhafte Verständnis und die Aufnahmefähigkeit für längere Texte hat leider viel zu viele Eltern. Natürlich sind vor allem die Schulen gefragt. Ein erster Schritt wäre eine Abkehr von immer heterogener werdenden Klassen -genannt seien in diesem Zusammenhang z.B. Inklusion und Migration-, um wieder ein angemessenes, ruhiges Lernumfeld zu schaffen, welches das Leistungsniveau erhält bzw. stärkt und nicht absenkt. Auch schlage ich mit Blick auf das Ergebnis der IGLU-Studie vor, mindestens einmal pro Monat in den Grundschulen einen schulischen ‚Lesetag‘ einzuführen, der sich intensiv mit Büchern und ihren Inhalten beschäftigt.

Gleichwohl ist es auch an den Eltern, mit ihrem Nachwuchs das eine oder andere Buch in die Hand zu nehmen. Leider sind in einer immer schneller werdenden Arbeits- und Gesellschaftswelt die Anforderungen oftmals zu groß, um sich in Ruhe anderen Dingen widmen zu können. Doch insbesondere Zeit und Geborgenheit sind das, was sich Kinder von ihren Eltern am sehnlichsten wünschen. Zeit, die man mit einem Buch verbringen könnte. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit.

Bücher sind kein Luxusgut. Deutschland ist reich an Bibliotheken, viele Werke gibt es bereits kurz nach Erscheinen als Mängelexemplare erheblich preisreduziert. Fehlendes Geld kann also nur in den wenigsten Fällen ein Grund sein. Die Lesekompetenz muss auf allen Ebenen intensiviert und verstärkt werden. Eine Aufgabe, der sich jeder, vom Erzieher über Lehrer bis zu Eltern und Geschwistern, Verwandten und Bekannten, annehmen sollte.“

06.12.2017

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

frei und konservativ

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