Ergebnisinterpretation des „Sachsen-Monitors“ lässt sinnvolle Schlussfolgerung nicht zu – Andrea Kersten verwehrt sich gegen Vorwurf der politischen Hetze durch SPD-Abgeordneten Homann

Andrea Kersten Pressemitteilung

Zur Aktuellen Debatte „Was denken die Sachsen – Die Ergebnisse des Sachsen-Monitors“ kommentiert Andrea Kersten, Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„Ein starkes Stück, das sich der SPD-Abgeordnete Homann geleistet hat. Meine Bemerkung, ich müsse durch meinen Redebeitrag ob der geringen Redezeit von nur eineinhalb Minuten etwas hetzen, interpretiert er bewusst falsch. Herr Homann spricht absichtlich von der ideologischen, geistigen Hetze und spricht mir diese zu. Dabei war offensichtlich, dass es sich um ein zeiltiches „Hetzen“ handelt. Die daraufhin berechtige Zwischenfrage lässt er an sich abperlen und nutzt auch nicht die Möglichkeit der Entschuldigung. Auch das Landtagspräsidium schreitet nicht ein.

Mir Empörung oder Krawalllust zu unterstellen, ist auch angesichts des Inhaltes meines Redebeitrags schlicht falsch und auch gleichermaßen unverschämt, da ich lediglich über die statistisch fragwürdigen Ergebnisse und möglichen Interpretationen des Sachsen-Monitors doziert habe. Selbst der Koalitionspartner CDU zieht die Repräsentativität der Studie in Zweifel.

Und das zu recht. Für die Befragung wurden nur 1.006 Personen im Freistaat herangezogen. Bei 13 Landkreisen und kreisfreien Städten sind das gerade einmal 77 Einwohner je Kreis. In meinem Landkreis Mittelsachsen mit seinen 54 Städten und Gemeinden wurden gerade einmal 1,4 Einwohner pro Kommune befragt. Denken die Verantwortlichen tatsächlich, dass diese 1,4 Personen das Meinungsbild aller Sachsen widerspiegeln?
Wenn dann noch Pressemitteilungen der Staatskanzlei und Webseiten der Staatsregierung völlig andere Sichtweisen auf die Ergebnisse haben, wie etwa im Falle der Zustimmung der Sachsen zu fremdenfeindlichen Ressentiments, zeigt das, dass die Interpretationen der Ergebnisse sinnvolle Schlüsse nicht zulassen.“

14.12.2017

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

frei und konservativ

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