Skiweltcup in Dresden ist Steuergeldverschwendung und führt Umweltgedanken ad absurdum

In Dresden findet am Wochenende der Skiweltcup statt. Auf einer eigens angelegten 1,4 Kilometer langen Schneepiste messen sich in der Altstadt die besten Skilangläufer der Welt um Punkte. Der Schnee wird auf dem Gelände des Dresdner Flughafens durch zwei Maschinen hergestellt, ab Mittwoch pendeln täglich etwa zehn LKW zwischen Zentrum und Airport, um die Mengen zu transportieren. Die Kosten für das Ereignis veranschlagen die Veranstalter mit ca. 1,2 Millionen Euro. Die Hälfte davon übernimmt der Steuerzahler. Die Fraktion der Grünen im Dresdner Stadtrat stimmte der Finanzspritze zu.

Dazu Andrea Kersten, MdL, sportpolitische Sprecherin der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„So sehr es mich als Sportinteressierte freut, dass ein sportliches Großereignis in Dresden stattfindet, so sehr drängt es mich, bei diesem das Wort ‚Dekadenz‘ in den Mund zu nehmen.

Alleine die beiden Maschinen am Dresdner Flughafen benötigen pro Stunde 340.000 Kilowatt. Damit verbrauchen die Anlagen in 24 Stunden so viel Strom wie zwei vierköpfige Familien im ganzen Jahr! Dass ausgerechnet die Grünen, denen sonst jede Idee nur recht und billig ist, um die Verbraucher mit immer neuen Einschränkungen für ihre wahnhafte Energiewende in Geiselhaft zu nehmen, hier einfach wegschauen, ist schon ein starkes Stück. Kein Aufschrei, kein Wehklagen, keine Verurteilung der Verantwortlichen. Geheuchelte Ignoranz auch beim Transport der teuer produzierten Schneemengen: Große Diesel-LKW karren täglich mehrfach zwischen Stadtrand und Zentrum hin und her, ohne dass die für empfindliche Feinstaub-Sensorik bekannten Grünen auch nur einen Mucks von sich geben.

Mehr noch: Sie stimmten dem verschwenderischen Ereignis im Stadtrat zu. Dass die Steuerzahler den Wahnsinn mit über einer halben Million Euro bezuschussen, obwohl eine vergleichbare Veranstaltung in Düsseldorf nach herben Verlusten von jährlich 425.000 Euro nach zehn Jahren eingestellt wurde, kann nach dem bigotten Verhalten der selbsternannten Umweltschützer nicht mehr wirklich überraschen.“

10.01.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

frei und konservativ

 

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