Zum Tag der gesunden Ernährung: Vitaminreiches, kostenloses Schulmittagessen und regelmäßiger Schulsport Grundlagen für gesunde Kinder

Zum heutigen „Tag der gesunden Ernährung“ und den Überlegungen im CDU-geführten sächsischen Kultusministerium, den Schulsport um eine Wochenstunde zu kürzen, kommentiert Andrea Kersten (Blaue Partei), MdL und bildungspolitische Sprecherin der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„Ein Teil unserer Kinder und Jugendlichen sind zu dick, ernähren sich zu ungesund und werden bei fortgesetzter Mangelernährung bald Dauergäste in Arztpraxen oder Krankenhäusern. Sie halten wenig von Bewegung und sitzen viel zu oft auf der heimischen Couch vor Fernseher oder Spielekonsole. Es gibt Kinder, die inzwischen ein ebenso hohes Risiko besitzen, an Schlaganfällen oder Herzinfarkten zu erkranken, wie über 60-Jährige.

Sicher würde das von uns geforderte vitaminreiche und vor allem kostenfreie Mittagessen in der Schule nicht sofort etwas daran ändern. Aber es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Der gesundheitliche Aspekt von täglichem Obst- und Gemüseverzehr ist unbestritten und würde zumindest etwas helfen, die Aufnahme von vielfach ungesunden, fett- und zuckerhaltigen Fertigprodukten zu kompensieren.

Dass im sächsischen Kultusministerium nun auch noch Überlegungen um sich greifen, den Schulsport zu reduzieren, lässt die Frage aufkommen, warum insbesondere die CDU keinen Wert auf eine fitte und kraftvolle Gesellschaft legt? Sport ist das einzige Bewegungsfach in der Schule – und für manche unseres Nachwuchses leider auch die einzige körperliche Betätigung überhaupt. Er fördert nicht nur Kraft, Reaktionsvermögen oder Schnelligkeit, sondern schult auch Motorik, die Haltung und den Teamgeist. Nicht alle Eltern können und wollen den Wegfall durch eigene Aktivitäten ausgleichen.

Die stoische Ablehnung unserer Forderung nach einem vitaminreichen Mittagessen in der Schule und die angedachte Reduzierung des Schulsports gehen Hand in Hand. Sie führen zu Entwicklungen, die die Gesellschaft in einigen Jahren gesundheitlich und auch finanziell über Gebühr belasten werden.“

07.03.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.