Unmut über sächsisches Lehrerpaket: Andrea Kersten fordert Einsetzung eines unabhängigen, sächsischen Bildungsrates

Andrea Kersten Pressemitteilung

Mehrere Lehrerinitiativen haben sich im Vorfeld der Verbeamtung sächsischer Lehrer mit Unmutsschreiben an Landtagsabgeordnete und Politiker gewandt. Sie befürchten große Ungerechtigkeiten in den Lehrerzimmern. Mittlerweile melden sich auch erste Schülergruppen
zu Wort. Die Gruppe „Bildungsverlierer2019“ bemängeln die angedachten Veränderungen. Sie „bergen erhebliches Konfliktpotential, da sich unsere älteren Lehrer im Stich gelassen fühlen“. Sie wenden sich
mit einer Petition an den Sächsischen Landtag und fordern eine Überarbeitung der Maßnahmen.

MdL Andrea Kersten (Blaue Partei), bildungspolitische Sprecherin der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag, erklärt:

„Das Schreiben der Schüler, das jedem Abgeordneten vorliegt, offenbart, wie stark es inzwischen an der Schulbasis rumort. Es wird immer offensichtlicher, dass die Staatsregierung im Vorfeld ihres Handlungsprogramms jene, die unseren Schulalltag leben, nicht gehört hat. Bezeichnend, dass erst auf Druck der sächsischen Lehrer ein Bildungsforum stattfindet, auf dem Bedenken und Sorgen vorgebracht werden können. Der Unmut bei Pädagogen und Schülern ist nicht wegzudiskutieren oder zu negieren –
er spricht inzwischen mit einer deutlichen Stimme, die Staatsminister Piwarz zu denken geben sollte.
Es ist mittlerweile fraglich, ob das verabschiedete Lehrerpaket überhaupt so in die Praxis überführt werden kann.

Die gehäuft auftretenden Beschwerden und Bedenken sind Zeichen dafür, dass etwas, das mehrheitlich in Hinterzimmern ausgetüftelt wurde, nicht die Grundlage für ehrliche und gangbare Bildungspolitik sein kann.

Ich fordere daher die Einsetzung eines unabhängigen sächsischen Bildungsrates. Die Besetzung soll sich explizit nicht durch die üblichen Bildungsverantwortlichen oder entsprechende Lobbygruppen auszeichnen; Teilnehmer sollten unabhängige Wissenschaftler sein. Gesucht und gebraucht werden neue, kreative Lösungen, abseits der bisherigen schulpolitischen Pfade.“

23.04.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

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