Drogenpolitik der Linken: Stange weint Krokodilstränen

Der sächsische Linken-Politiker Enrico Stange ist besorgt ob der steigenden Drogenkriminalität im Freistaat. Dass Kinder unter 14 Jahren Rauschmittel konsumierten, sei besorgniserregend, so Stange.
Wer einmal damit anfange, höre nicht wieder auf.

Andrea Kersten, (MdL der Blauen Partei), kommentiert:

„Herr Stange sollte sich vorher in Berlin erkundigen, welche Linie seine Partei bei Drogen vertritt. Gerne gebe ich ihm eine kleine Erinnerungshilfe. Im Erfurter Programm ließ die Partei einen Antrag zu, der die Kriminalisierung von illegalen Drogen beendet. Die Bundestagsfraktion der Partei möchte langfristig eine Drogenpolitik umsetzen, die ‚aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ohne ideologische Scheuklappen berücksichtigt‘. Landesverbände stoßen ins gleiche Horn. Cannabis und Marihuana als Einstiegsdrogen sollen nach den Vorstellungen der Postsozialisten auch in größeren Mengen für den Eigenverbrauch freigegeben werden.

Es ist also völlig paradox, ja, sogar unglaubwürdig, wenn sich Enrico Stange ausgerechnet über jene Geister beschwert, die seine Partei rief und noch immer ruft. Gerade angeblich ‚weiche‘ Rauschgifte sind für viele Kranke stets Einstieg in eine Spirale der unkontrollierbaren Sucht geworden. Auch eine völlig offene Gesellschaft mit möglichst nicht vorhandenen Grenzkontrollen sorgt sukzessive dafür, dass Dinge ins Land kommen, die er nun als ‚besorgniserregend‘ empfindet. Stanges Echauffieren über den sorgenvollen Trend mag im Kern berechtigt sein. Vor dem Hintergrund der von seiner Partei propagierten Drogenpolitik sind es gleichwohl Krokodilstränen.“

24.04.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

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