Lehrer entlasten – Schulsozialarbeit verstetigen

Andrea Kersten, Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag zur Aktuellen Debatte im Sächsischen Landtag „Gleiche Chancen kommen nicht von allein – ein Jahr Landesprogramm Schulsozialarbeit“:

„Mit dem Ausbau des Förderprogramms Schulsozialarbeit dürfte ein schon seit langem bestehendes Anliegen von Schulen den Rahmen bekommen, welchen es für eine erfolgreiche Sozialarbeit braucht: Kontinuität!

Das ist gut! Und zwar deshalb, weil die sächsischen Lehrer durch Schulsozialarbeiter von jener Aufgabe entlastet werden, die grundsätzlich nichts mit deren Tätigkeit zu tun hat, aber immer mehr Zeit fordert – nämlich die Erziehungsarbeit. Wer jetzt aber glaubt, durch Schulsozialarbeit gleichen sich Bildungschancen an, der irrt allerdings! Schulsozialarbeit führt allenfalls dazu, dass Unterricht wieder störungsfreier abläuft und Lehrer sich um das kümmern können, wofür sie eigentlich da sind: Wissen zu vermitteln!

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat kürzlich unter der Überschrift „Eltern mehr in die Pflicht nehmen“ einen sehr bemerkenswerten Beitrag veröffentlicht, welcher verdeutlicht, wo die eigentlichen Probleme liegen: Im Elternhaus!

Dies zu erkennen, ist deshalb wichtig, weil der Grundstein für den Schulerfolg im Vorschulalter gelegt wird. So betrachtet, ist Schulsozialarbeit nichts anderes als Symptombehandlung. Wer wirklich bessere Bildungschancen will, muss die Elternarbeit in den Focus rücken.“

31.05.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

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