Europapolitische Schülerforen 2018 in Sachsen

Anfrage vom 08.05.2018, Dokument Drs 6/13359

  1. Welche sächsischen Schulen haben in diesem Jahr an den Europapolitischen Schülerforen teilgenommen?
  2. Wer hat an welchen sächsischen Schulen und an welchen Veranstaltungen zu welchen Themen in diesem Jahr an den Europapolitischen Schülerforen teilgenommen?

 Die Angaben sind den Programmen in der Anlage zu entnehmen

3. Wer ist für die Organisation und Durchführung der Europapolitischen Schülerforen in Sachsen zuständig und wie und von wem wurden die sächsischen Schulen auf die Teilnahmemöglichkeit am Europapolitischen Schülerforum aufmerksam gemacht?

4. Nach welchen Kriterien wurden die sächsischen Schulen, die Teilnehmer und die Themen von wem für die Teilnahme an den Europapolitischen Schülerforen ausgewählt?

5. Wie viele sächsische Schulen haben sich für eine Teilnahme am Europapolitischen Schülerforum beworben und konnten alle interessierten sächsischen Schulen teilnehmen? Wenn nein, warum nicht?

Zusammenfassende Antwort auf die Fragen 3 bis 5:
„Europapolitische Schülerforen – Bürgerdialog zur Zukunft Europas“ werden vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) zusammen mit dem Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR), organisiert.

Die Veranstaltungsreihe mit dem Ziel einer offenen Debatte mit Bürgern, insbesondere mit jungen Menschen, über die politische Agenda der Europäischen Union (EU) und die Zukunft Europas geht auf ein Pilotprojekt im Mai 2017 in Görlitz zurück. Das dort entwickelte Format wurde auf die diesjährigen Dialoge übertragen, verbunden mit der Möglichkeit für die Schulen, an der schulspezifischen Themensetzung mitzuwirken. In Löbau waren dies Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, in Leipzig die Digitalisierung in der Arbeitswelt und damit verbundene Transformationsprozesse und in Zwickau Fragen im Kontext von Migration.
Die gemeinsame Durchführung von Veranstaltungen mit dem AdR ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft: Dazu gehören die Teilnahme eines oder mehrerer AdRMitglieder als Redner, ein offenes und auf Partizipation angelegtes Veranstaltungsformat sowie die Einbeziehung anderer EU-Institutionen. Infolgedessen ist ein Teil der Teilnehmer bereits von vornherein gesetzt durch Vertreterinnen und Vertreter des AdR, der EU-Kommission und Europaabgeordnete. Zusätzlich wurden zur regionalen Verankerung lokale Politikerinnen und Politiker bzw. Bundespolitikerinnen und -politiker unterschiedlicher Parteien eingeladen: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, AfD, FDP und DIE LINKE.

Angefragt wurden insbesondere Schulen, die bereit und in der Lage waren, den aufwändigen inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungs- und Durchführungsprozess vor Ort aktiv auszugestalten. Das betrifft die vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung mit zentralen Fragen zur Vorbereitung der Podiumsdiskussion und der Workshops und die Bereitschaft der Schüler, die Moderatorenrolle zu übernehmen, aber auch entsprechende räumliche Anforderungen sowohl für die Veranstaltungselemente im Plenum wie die zeitgleich stattfindenden Workshops. Einschlägige Europaerfahrungen (Zwickau), die spezielle geografischen Situation im Dreiländereck (Löbau) oder die Zusammensetzung der Schülerschaft und das Schulprofil (Leipzig/Digitalisierung) waren wichtige Ausgangsbedingungen, eine Diskussion der Schüler auf Augenhöhe mit den Politikern führen zu können. In Leipzig und in Zwickau haben die Schulen gleichzeitig auch Schülerinnen und Schüler benachbarter Schulen als Teilnehmer eingeladen. In Leipzig hat das Berufliche Schulzentrum 7 die benachbarte Susanne-EgerSchule einbezogen. In Zwickau hat das Käthe-Kollwitz-Gymnasium das Clara-Wieck Gymnasium in Zwickau sowie das Alexander von Humboldt-Gymnasium Werdau eingebunden.

Die in Zusammenarbeit mit dem AdR veranstalteten Schülerforen werden als Einzelveranstaltungen bzw. als überschaubare Veranstaltungsreihe beantragt. Im Dezember 2017 wurden drei Foren beantragt. Eine sachsenweite Ausschreibung dazu hat nicht stattgefunden.

Die komplette Korrespondenz finden Sie unter edas.landtag.sachsen.de oder hier

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