Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Blöd mit Abschluss? – Akademisierungswahn stoppen!

In der „Freien Presse“ gab es kürzlich eine Diskussion, wie man mehr Chemnitzer Grundschüler an das Gymnasium delegieren könnte, da diese mit einer Quote von 41 Prozent das Schlusslicht in Sachsen bilden. Die Konrad Adenauer-Stiftung kritisiert dagegen laut Tageszeitung „Die Welt“, dass „politisch gewollte Inflation der Bildungsabschlüsse“ mit einer „dramatischen Absenkung der Anforderungen erkauft“ werde.

PM vom 13.04.2016

Dazu erklärt die AfD-Landtagsabgeordnete und Mitglied im Schulausschuss, Andrea Kersten:762

„Die Adenauer-Stiftung moniert zu Recht, dass sich eine ‚Kultur des Durchwinkens‘ von der Grundschule über das Gymnasium bis zur Universität etabliert habe. Leidtragende dieses Akademisierungswahns ist am Ende die ganze Gesellschaft: Handwerk und Industrie suchen händeringend Lehrlinge, doch die meisten Schüler wollen Abitur ablegen und später an die Universität. Die Ausbildungs-Betriebe müssen deshalb vermehrt Oberschüler ausbilden, deren Leistungsniveau immer schlechter wird. Laut Medienberichten gibt es zunehmend Betriebe, die ihren Lehrlingen zusätzliche Mathe- und Deutschnachhilfe bezahlen müssen.

Am Gymnasium wiederum senken Schüler mit niedrigem Leistungsniveau das Gesamtniveau der Klasse. Laut Adenauer-Stiftung existiere eine wachsende Gruppe von Abiturienten, die den Anforderungen ihres Studienfaches ‚intellektuell nicht gewachsen sind‘. Die Quote der Studienabbrecher ist seit Jahren unverändert hoch. Die AfD-Fraktion fordert, diesen Akademisierungswahn endlich zu beenden. Oberschulen müssen gestärkt und die Standards der Bildungsempfehlung für das Gymnasium eingehalten werden. Abiturienten müssen durch Eignungsprüfungen an den Universitäten die Anforderungen für das Studienfach bestätigen. Wir brauchen mehr Fachkräfte, statt eine Verunglimpfung der Oberstufe.“