Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Die SPD hatte die Wahl: Schulz oder Schulz!

Die DDR lässt grüßen: Martin Schulz wurde am vergangenen Wochenende mit 100% zum neuen Parteivorsitzender der SPD gewählt.  Gefühlt haben ihn sicherlich 150% gewählt.  Stehende Ovationen gab es dann für Martin Schulz, als er seine inhaltsreiche 90-minütige Bewerbungsrede in den Raum schmetterte. Erstaunlich dabei ist immer wieder, dass keine Partei auf ihren Parteitagen auskommt, ohne die AfD zu thematisieren. Martin Schulz` Thematisierung bestand nun darin, dass die AfD keine Alternative für Deutschland sei, sondern ein „Schande für Deutschland“.  Abgesehen davon, dass diese Formulierung in die übliche Rhetorik eines Ralf Stegner oder eines Heiko Maas passt und somit wohl jetzt als typischer „SPD-Sprech“ benannt werden darf, möchte ich diese Aussage auf die Mitglieder und Wähler der AfD herunterbrechen.

Ihr tausende AfD-Mitglieder und Ihr Hunderttausende Wähler der AfD: Ihr seid also nach Martin Schulz eine „Schande für Deutschland“! Ihr seid „die Feinde der Demokratie“!
Für mich ist das allerdings Spalten der Gesellschaft, für mich ist das Ausgrenzen, für mich ist das gelebte Intoleranz! 

Hat die SPD so wenige eigene Themen oder politische Ziele, dass Sie die AfD thematisieren muss? Offensichtlich ja. Denn inhaltlich kam bisher sehr wenig von „Martin kann Kanzler!“ Orthografisch auf dem Tiefpunkt angekommen, fordert Martin Schulz mehr soziale Gerechtigkeit. Das klingt nach Umverteilung, weitab entfernt vom Leistungsprinzip.
   

Weiterhin tönt Martin Schulz: Und nun stehe ich vor Euch. Ein Mann aus Würselen, aus einfachen Verhältnissen. Ich bewerbe mich um ein Amt, das großartige Menschen vor mir innehatten.“
Ja, Herr Schulz, ich hätte gern mal wieder so einen Menschen an der Spitze Deutschlands, aber dazu gehören Sie nach den o.g. Äußerungen definitiv nicht mehr.

Bitte vergessen Sie das bei der kommenden Bundestagswahl nicht, liebe Mitglieder und Wähler der AfD!