Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Einwanderung oder Souveränität –

die Folgen „humanitaristischer“ Politik

Der Vortrag befasst sich mit der Frage, wie es dazu kommen konnte, dass
Deutschland seine Grenzen öffnete und sich wie kein anderes Land der
undifferenzierten Zuwanderung hingeben konnte. Was für ein (utopisches)
Politikverständnis steckt dahinter?

Wir beobachten eine Überwucherung
des Rechts durch den Moralismus eines vermeintlichen „Gutmenschentums“,
womit die Interessen der einheimischen Bevölkerung auf das Gröbste
verletzt werden. Der Souverän stellt sich dabei über das Recht und will
eine andere gesellschaftliche Ordnung in Deutschland durchsetzen, es
gilt, dies mit allen verfassungsmäßigen Mitteln zu verhindern.
Jost Bauch bespricht dieses Thema gemeinsam mit dem Staatsrechtler Karl A. Schachtschneider auch in seinem aktuellen Buch „Einwanderung oder Souveränität: Deutschland am Scheideweg“ (Gerhard Hess Verlag, Bad Schussenried) und erörtert die gesellschaftlichen Folgen: Der Verfall des Staates in seiner Ordnungsfunktion und die Auflösung einer kohärenten gesellschaftlichen Struktur.

Prof. Dr. Jost Bauch, geb. 1949, studierte bei Helmut Schelsky und
Niklas Luhmann Soziologie an der Universität Bielefeld, promovierte dort
mit der Arbeit „Motiv und Zweck“ und arbeitete viele Jahre in
herausgehobener Position im Gesundheitswesen. 1994 habilitierte er an
der Universität Konstanz und lehrte dort als apl. Professor für
Medizinsoziologie bis 2014. Zwischenzeitliche Übernahme einer
Vertretungsprofessur für Allgemeine Soziologie an der Hochschule
Neubrandenburg, Lehraufträge in Luzern und Stuttgart. Seit 2011
Vizepräsident des „Studienzentrums Weikersheim“, der ältesten
konservativen Denkfabrik in Deutschland.