Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Finanzminister Unland setzt zynisch Sicherheit und Bildung der Sachsen aufs Spiel

In einem Interview, das die „Sächsische Zeitung“ exklusiv mit CDU-Finanzminister Unland führte, spricht dieser sich für weiteren Personalabbau bei Staatsbediensteten und gegen höhere Investitionen in Aufstockungen bei Stellen für Polizei und Lehrer aus.064Andrea Kersten, AfD-Fraktionsmitglied und Mitglied im Schulausschuss, erklärt:

„Die unlängst geäußerten Sätze von Herrn Unland triefen vor Zynismus und Gleichgültigkeit gegenüber den sächsischen Bürgern. In Sachsen schieben Polizisten zehntausende Überstunden vor sich her, der Krankenstand bricht monatlich immer wieder neue Rekorde, wie regelmäßige Anfragen unserer Fraktion ans Tageslicht bringen. Sachsens Schüler sehen sich wiederholtem und ständig steigendem Unterrichtsausfall ausgesetzt, Kabinettskollegin und Bildungsministerin Kurth macht die sogenannte ‚Buschzulage‘ wieder salonfähig, um Lehrer aus Bayern nach Sachsen zu locken. Für Unland allerdings alles gar kein Thema. Er fantasiert von Zukunftsszenarien, nach denen in Sachsen angeblich bald nur noch ein Bruchteil der heutigen Bevölkerung lebt und nimmt diese nicht gesicherten ‚Erkenntnisse‘ als Grundlage, den Rotstift anzusetzen.
Schon im kommenden Doppelhaushalt 2019/2020 will er keinerlei Geld für Personalaufstockungen bei Lehrern und Polizisten mehr freimachen, sondern lieber eine Diskussion über die ‚Ressource Mensch‘ führen. Wer so zynisch von denen spricht, die tagtäglich in den Klassenzimmern und auf Straßen für die Wissensaneignung und Sicherheit der Bürger sorgen und sie nur als Betriebsmittel sieht, das man einfach so entfernen kann, sollte sich überlegen, ob er nicht auf einem Verschiebebahnhof besser aufgehoben wäre.
Sachsen braucht auch in Zukunft mehr von denen, die unser aller Leben schützen, es pflegen und für weiterhin gute PISA-Resultate sorgen!“