Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Förderschulen erhalten – keine Inklusion um jeden Preis

Laut einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion (Drs. 6/7235) werden im laufenden Schuljahr bereits 9.125 Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf von insgesamt 27.803 förderbedürftigen Kindern im Zuge der sogenannten Inklusion in Regelschulen unterrichtet.01Dazu erklärt die AfD-Landtagsabgeordnete, Andrea Kersten, Mitglied im Schulausschuss:

„Wir haben in Sachsen hervorragende Förderschulen für Schüler, die in ihrer geistigen, körperlichen oder emotionalen und sozialen Entwicklung Defizite aufweisen. Bereits jetzt werden über 30% der betroffenen Kinder inklusiv beschult. Mit den im neuen Schulgesetz vorgesehenen Änderungen im Bereich der Inklusion wird dieser Anteil weiter ansteigen. Noch positioniert sich Kultusministerin Kurth zum Erhalt der Förderschulen, dennoch werden die geplanten Änderungen das Förderschulsystem ausdünnen und es besteht die Gefahr, dass es nach und nach ganz verschwindet. Auch werden sich Förderschulen nicht mehr auf einen Förderschwerpunkt konzentrieren können und Schüler mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen unterrichten müssen, zum Nachteil der Qualität.

Um sozial auffällige oder geistig beeinträchtigte Schüler an normalen Schulen auffangen zu können, sind zusätzliche Lehrkräfte in den Klassen notwendig, die hier bereits jetzt im Unterricht fehlen. Mit dieser Ausweitung der Inklusion sagt Sachsen adé zum bisherigen Bildungsniveau!“