Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Frauenquote: Ist jetzt biologisches oder gesellschaftliches Geschlecht gemeint?

SPD-Familienministerin Schwesig beklagt die schleppende Umsetzung der gesetzlichen Frauenquote. Insbesondere in den börsennotierten Unternehmen seien Frauen in den Führungsebenen deutlich unterrepräsentiert. Wenn sich das nicht bessere, müsse man über Nachbesserungen am Gesetz nachdenken. Mit ihrem „ignoranten Benehmen provozieren die Unternehmen eine Verschärfung des Gesetzes in der nächsten Legislaturperiode“, so die Ministerin.

09Dazu erklärt AfD-Fraktionsmitglied Andrea Kersten, eine biologische Frau:

„Ich bin gerade etwas durcheinander. Sieht Frau Schwesig jetzt die Frau als tatsächliches, biologisches Geschlecht? Oder meint sie mit Frau das gesellschaftliche, gegenderte Geschlecht? Dann darf ich vielleicht vorsichtig darauf hinweisen, dass es noch 59 andere Varianten gibt, die im Geschlechterkatalog auftauchen. Die müssten ja nun auch mit einer Quote berücksichtigt werden. Rechnen wir die also alle mit ein (1/60) dürfte die Frauenquote nur 1,7 Prozent betragen. Meine Verwirrung wird angesichts dieser Zahl nun noch etwas größer. Warum noch mal regt sich Frau Schwesig über die in Deutschland herrschende Quote von 29,3 Prozent Frauen auf Führungspositionen so auf?“