Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Freiwillige Feuerwehren sind Stützpfeiler der Gesellschaft – Dienst anerkennen und stärken

In Mittelsachsen werden diese Woche Kameraden der Freiwilligen
Feuerwehren für ihr langjähriges Engagement geehrt.

Dazu Andrea Kersten, Mitglied der „Blauen Gruppe“ im Sächsischen Landtag
und wohnhaft in Mittelsachsen:

„Freiwillige Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu
unserem gesellschaftlichen Selbstverständnis. Sie sind nicht nur Helfer
in der Not, Seelentröster und Brandschützer, sondern oftmals auch Dreh-
und Angelpunkt des Gemeindelebens in Städten und Gemeinden. Jeder, der
sich in ihnen engagiert, stellt seine eigene Lebensführung zugunsten der
Allgemeinheit in den Hintergrund. Er verzichtet auf viele
Annehmlichkeiten, weil der Dienst viel von diesen verdrängt.

Deshalb ist es wichtig, dass gerade die Politik dafür sorgt, dass der
Wille zum Dienst an der Allgemeinheit nicht verloren geht. Insbesondere
in Sachsen stehen Kameraden schlechter da als ihre Kollegen in anderen
Bundesländern.

Bildungsurlaub für feuerwehrinterne Fortbildung muss endlich gewährt
werden. Wehrmänner und –frauen setzen immer noch ihren kostbaren
Jahresurlaub dafür ein. Die Absicherung für Brandschützer und ihre
Angehörigen im Krankheits- oder Todesfall sollte schnellstens auf
gleicher Stufe mit jener der Berufsfeuerwehren stehen. Geräte und
Fahrzeuge haben in manchen Regionen schon Museumsreife erreicht. Dort
sollte der Austausch zügig über die Bühne gehen. Und: Kameraden
verdienen eine Aufwandsentschädigung, gerade weil der Dienst in einer
Feuerwehr höhere Risiken trägt und Entbehrungen fordert als andere
vergleichbare Ehrenämter.

Schon jetzt ist der Personalschwund in den Wehren ein Problem für viele
Städte und Dörfer. Wir wollen nicht, dass Bürger in naher Zukunft vor
Unglücken stehen, die keiner beseitigt. Die sächsische Landesregierung
sollte endlich den politischen Willen aufbringen, dieser Gefahr
entgegenzuwirken.“

13.11.2017

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag
frei und konservativ