Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Gewerkschaft fordert Plan für mehr Lehrer – AfD bringt Antrag im Landtag ein

Nach dem Abbruch der Gehaltsverhandlungen durch Finanzminister Unland, ruft die Gewerkschaft der Lehrer (GEW) am Donnerstag zum Streik auf. Die AfD-Fraktion kämpft seit ihrem Einzug in den Landtag für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen der Lehrer. Im nächsten Plenum wird die AfD-Fraktion einen Prioritätenantrag für „Sofortmaßnahmen zur Lehrergewinnung“ (Drs. 6/5135) einbringen.

facebook-Banner_MdLAndreaKersten_2016-05-24_GewerkschaftDazu erklärt die AfD-Landtagsabgeordnete, Andrea Kersten, Mitglied im Schulausschuss:

„Jahrelang haben CDU-geführte Landesregierungen so gut wie keine neuen Lehrer eingestellt und die hier für viel Geld ausgebildeten Lehramtsabsolventen mussten in andere Bundesländer abwandern. Nun sucht Sachsen händeringend Lehrer, aber der Markt ist natürlich leergefegt. Wie nach dem Krieg ist der Freistaat ist gezwungen, im großen Stil Neulehrer ohne jegliche pädagogische Ausbildung einzustellen. Zudem will die Staatsregierung Lehrer aus anderen Bundesländern anwerben, ist aber nicht bereit, die deutschlandweit niedrigen Gehälter der sächsischen Pädagogen aufzustocken. Selbst nach Jahren des Versagens ist die CDU immer noch nicht gewillt, ihre desaströse Sparpolitik in der Bildung aufzugeben.

Um den Lehrer-Notstand an Sachsens Schulen zu beenden, will die AfD den Lehrerberuf im Freistaat attraktiver gestalten. Im Prioritätenantrag wird die Staatsregierung u.a. aufgefordert, Lehrer aller Schularten mindestens in die Gehaltsstufe E13 einzustufen und alle bestehenden oder neu abgeschlossenen Arbeitsverträge zu entfristen. Zudem soll jedem sächsischen Lehramts-Absolventen ein Referendariat und eine anschließende Stelle im Freistaat angeboten werden. Es freut mich, dass sich die GEW einigen unseren Forderungen mit ihrem vorgelegten Sofortprogramm angeschlossen hat.“

Drs. 6/5135: Sofortmaßnahmen zur Lehrergewinnung