Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Macron – der teure Gast!

Macron, Frankreichs neuer Präsident-bereits ein Tag nach Amtseinführung bei Kanzlerin Merkel in Berlin zu Gast. Frau Merkel, äußerst erleichtert über den Sieg Macrons, verspricht mit einen Investitionsprogramm auf den 39-jährigen Sozialliberalen zuzugehen, um ein Scheitern Frankreichs und somit der EU durch massive Umverteilung deutscher Steuergelder zu verhindern. Koste es was es wolle: aber bitte  nicht die 35h-Woche der Franzosen oder andere Annehmlichkeiten, die  die Franzosen so zu schätzen wissen. Wir Deutschen kompensieren doch gern Frankreichs Defizite,  weil wir so viel Freizeit doch gar nicht mögen.  Merkel brennt darauf, unsere „Staatseinnahmen“ in Frankreichs Breitbandausbau o.ä. zu versenken. Dann können die französischen U-65 Rentner (in Frankreich liegt das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei 60 Jahren) wenigstens schnell surfen. Viele Deutsche werden vom Verbleib Ihres Geldes dank des schlechten  Internetzugangs nie wieder etwas hören. Denn unsere durch Zwangsgebühren finanzierten Staatsmedien werden unseren Bürgern die unausweichliche Notwendigkeit der doch so barmherzigen Umverteilung zur Sanierung Frankreichs und Europas unermüdlich suggerieren.

Macron fordert Reformen von der EU – prima!  Leider nur die völlig falschen: „Eurozonen-Budget, beschlossen durch ein Eurozonen-Parlament und umgesetzt durch ein Wirtschafts- und Finanzministerium der Eurozone“. Würde sich dadurch die wirtschaftliche Situation Frankreichs zwingend ändern? Nicht unbedingt; in allererster Linie würde sich aber der bürokratische Moloch der EU weiter aufblähen. Bezahlt wird das Eurozonen-Budget allerdings vom größten Nettozahler der EU: dem deutschen Steuerzahler. Frankreich profitiert so lange davon, wie es keine Schulden zurückzahlen muss. Und dann? Griechenland 2.0?