Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Sächsischer Städte- u. Gemeindetag gemeinsam mit Landkreistag gegen gesundes Schulessen und identitätsstiftende Beflaggung an unseren Schulen

Am Freitag, dem 03.03.2017, fand im Sächsischen Landtag eine öffentliche Anhörung zu den Änderungsanträgen zum Sächsischen Schulgesetz statt. Der Antrag der AfD-Fraktion, den Anspruch auf eine gesunde und ausgewogene, warme und kostenlose Schulspeisung in das Gesetz aufzunehmen, wurde von den Vertretern des Städte- u. Gemeindetages sowie des Sächsischen Landkreistages mit der Begründung abgelehnt, dass es ausreichend Möglichkeiten für finanzschwache Familien gäbe, um die Teilhabe ihrer Kinder am Schulessen zu gewährleisten.  Offensichtlich wurde nur die erste Zeile des Änderungsantrages von den Verantwortlichen wahrgenommen. Mehr Gründlichkeit hätte ich da schon erwartet, denn wenn es um Kinder geht, geht es auch um unsere Zukunft.  Unser Antrag ist nämlich viel weitreichender: es geht vor allem um eine gesunde und ausgewogene, nach Qualitätsstandards zubereitete Mahlzeit. Immer mehr Kinder in Sachsen haben Gewichtsprobleme bis hin zur Fettleibigkeit. Der Focus liegt hier also nicht auf der Kostenfreiheit des Angebotes, sondern auf dem gesunden und ausgewogenen Essen. Schade, dass das von den kommunalen Vertretern nicht erkannt wurde. 

Für eine Beflaggung der sächsischen Schulgebäude mit der Bundesflagge und der Flagge des Freistaates Sachsen sahen die Vertreter der Städte, Gemeinden und Landkreise ebenfalls keinen Handlungsbedarf. Doch was spricht eigentlich dagegen? Was spricht gegen identitätsstiftende Landessymbole an deutschen Schulen? Warum ist das ein Problem für unsere Kommunen?  Vielleicht wecken die Verantwortlichen erst auf, wenn auch hier in Sachsen, wie jüngst an einer Wuppertaler Schule geschehen, im Flur der Gebetsteppich ausgerollt wird und die Toilettenräume für rituelle Waschungen genutzt werden. Dann sollte sich keiner wundern, wenn vor den Schulen Flaggen mit Halbmond im Wind wehen!