Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

So populistisch dieser Satz auch sein mag: wahr ist er dennoch!

Ja, die osteuropäischen Länder verhalten sich restriktiv bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Und ja, mittlerweile haben sie allen Grund dazu. Als ob sie es geahnt hätten.
Der Terror scheint diese Länder zu verschonen. Verschont werden aber nicht die westeuropäischen Staaten. Jene Staaten, die ihre Grenzen nicht kontrollieren, jene Staaten, die Willkommenskultur propagieren, jene Staaten, die Toleranz erwarten – von ihren eigenen Bürgern.
Je mehr von Weltoffenheit, von einer offenen Gesellschaft, von Multikulti gefaselt wird, umso mehr fühlen sich die muslimischen Islamisten offenbar angestachelt, zu zeigen, wie sehr sie den westlichen Lebensstil hassen.  Zuletzt sehr deutlich in Großbritannien.
Wie lang sind wir eigentlich noch bereit, unsere offenen Grenzen mit Toten und Verletzten zu bezahlen? Ist es nicht vielmehr so, dass jeder einzelne Tote – ob in Manchester, Berlin oder Brüssel – es rechtfertigt, unsere Grenzen zu schließen? Ich meine ja. Auch wenn mir die Toten und Verletzten unbekannt sind, so sind sie doch irgendjemandes Sohn oder Tochter, Mann oder Frau, Mutter oder Vater. Wer konkret hat mit ihnen gesprochen und ihnen gesagt: „Es tut uns leid, was passiert ist, aber es war richtig, die Grenzen zu öffnen und wir machen weiter so!“? Wer hatte diesen Mut? Unser Innenminister, Herr de Maizière vielleicht? Hat er den Verwandten der Toten auch gesagt, „ja wir müssen mit dem Terror leben lernen“, wie kürzlich im Magazin „Focus“?
Und wer ist eigentlich mit „wir“ gemeint? Er selbst, Frau Merkel oder andere Staatschefs des weltoffenen Europa? Offensichtlich nicht. Denn wegen des anstehenden G20-Gipfels im Juli in Hamburg werden bereits jetzt Grenzkontrollen widerbelebt. Aus Sicherheitsgründen!
Schau einer an: persönlich will Frau Merkel dann doch nicht so offen leben. Die anderen, also „wir“, sollen das aber schon; um sich an den Terror zu gewöhnen.
Bin ich damit eigentlich ein Mensch zweiter Klasse?  Ganz populistisch: Sieht ganz so aus!