Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

Unterrichtsausfall stoppen und Lehrer schützen – statt politischer Umerziehung mit neuer „Staatsbürgerkunde“

In den nächsten zehn Jahren müssen an sächsischen Schulen 1.300 bis 1.750 neue Lehrer pro Schuljahr eingestellt werden, besagt eine Prognose des CDU-Kultusministeriums. Verantwortlich dafür sind steigende Schülerzahlen, die anstehende Pensionierung vieler Lehrer und die sogenannte Inklusion von Schülern mit Defiziten. Zudem will Bildungsministerin Kurth einen neuen Polit-Unterricht etablieren, da viele Eltern die „demokratische Erziehung“ ihrer Kinder nicht leisten würden.

02Dazu erklärt die AfD-Landtagsabgeordnete Andrea Kersten, Mitglied im Schulausschuss:

„Steigendende Geburtenzahlen und nahendes Rentenalter vieler Lehrer sind seit langem bekannt. Diese Fakten hat das CDU-Kultusministerium jahrelang ignoriert und keine neuen Lehrer eingestellt. Sofort mit Einzug in den Sächsischen Landtag wies die AfD-Fraktion auf diese Fehlplanung hin – die CDU-SPD Regierung bagatellisierte weiter und tritt erst jetzt viel zu spät auf die Notbremse. Nun ist der Markt für neue Lehrer leergefegt und Sachsen hat nunmehr bei Neueinstellungen die bundesweit höchste Quote an Seiteneinsteigern ohne pädagogische Ausbildung.

Trotz eklatantem Lehrermangel will CDU-Ministerin Kurth zudem einen neuen ‚Staatsbürgerkunde‘-Unterricht einführen, weil sie angeblich demokratische Defizite bei den Schülern erkennt. Politische Umerziehung nach Vorgaben der politisch-medialen Eliten scheint der CDU wichtiger zu sein, als endlich den Unterrichtsausfall in Deutsch, Mathe und Englisch zu bekämpfen. Außerdem ist Gewalt gegen Lehrer nach wie vor ein Thema in Sachsen, wie eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (Drs. 6/7138) ergab.

Obwohl seit 2008 kein signifikanter Anstieg von Straftaten tätlicher Gewalt gegen Lehrer in der Erfassungsstatistik in Sachsen zu erkennen ist, darf nicht verschwiegen werden, dass in dieser Statistik Beleidigungen und Beschimpfungen nicht erfasst sind. Diese Angriffe beeinträchtigen und stören den Lehrer- und Schulalltag massiv. Ich fordere die Staatsregierung auf, sich darüber einen Überblick zu verschaffen und mit Lehrer-, Schüler- und Elternverbänden entsprechende Lösungen zu entwickeln. So bedarf es z.B. einer Disziplinarinitiative, die Lehrern Sicherheit im Umgang mit in dieser Hinsicht auffälligen Schülern gibt.
Zusätzliche Lehrkräfte werden in Klassen mit gewalttätigen Schülern benötigt und nicht für die politische Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen.“