Andrea Kersten

Landtagsabgeordnete für Sachsen

„Volksverräter*In“ – wenn schon „Gender“, dann richtig! Alternatives Unwort des Jahres

Sechs selbsternannte deutsche Sprachpolizisten um den Frankfurter Germanistikprofessor, Horst Dieter Schlosser, kürten aktuell „Volksverräter“ zum „Unwort des Jahres“. Aus 1.064 Einsendungen und 594 Vorschlägen der „deutschen Bevölkerung“ siebten sie nach „Lügenpresse“ (2014) und „Gutmensch“ (2015) nun diesen Begriff heraus.

03Dazu erklärt die AfD-Landtagsabgeordnete, Andrea Kersten, Mitglied im Ausschuss Schule und Sport:

„Ich bin empört! Suggeriert diese Wortwahl doch, dass ausschließlich maskuline Wesen den Tatbestand des Volksverrates begehen können. Dies stellt eine unzulässige Herabwürdigung von femininen Geschöpfen dar. Es unterstellt, dass Frauen nicht in der Lage sind, drastisch in das politische Geschehen einzugreifen und Volksverrat zu begehen. Auch Frauen können Volksverräter sein, was sich aber im männlich konnotierten Sprachgebrauch nicht widerspiegelt. Darum haben wird als alternatives ‚Unwort des Jahres‘ ‚das Volksverräter*In‘ erkoren.

Wenn schon Gender-Politik dann richtig. Wo kämen wir hin, wenn gefühlt 150 Geschlechter in der Sprache diskriminiert werden! Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Begriff Volk überhaupt noch verwendet wird – schließlich wird er von Kanzlerin Merkel seit Jahren gemieden. Deshalb schlagen wir einen Arbeitskreis vor, der bei einer Tasse Jasminblütentee darüber berät, ob der Begriff ‚Bevölkerungsverräter*In‘ nicht geeigneter ist, das herrschende Klima zu beschreiben, welches von subversiven Element*Innen unter der hier schon länger lebenden Menschheit erzeugt wurde.“