930 Tafeln in Deutschland dokumentieren Einsatz, der seinesgleichen sucht – Und kein staatliches Versagen

Andrea Kersten Pressemitteilung

 

Zum Antrag der AfD-Fraktion für eine Aktuelle Debatte mit dem Thema:
„Mehr als 930 Tafeln in Deutschland dokumentieren das staatliche
Versagen“ kommentiert *Andrea Kersten, MdL, (Blaue Partei) und
Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:*

„Die Tafeln in Deutschland dokumentieren keinerlei staatliches
Versagen. Sondern ein großes, leidenschaftliches und vor allem
ehrenamtliches Engagement, das seinesgleichen sucht. Bei den Tafeln
setzen sich Menschen für meist völlig Fremde ein. Das ist eine
Leistung, die wir als Politik würdigen und schätzen sollten.

Es steht die Frage im Raum, ob die Politik überhaupt wertend und
moralisierend über die Arbeit der Tafeln urteilen sollte. Denn bei der
Arbeit geht es nicht um staatliches Handeln, sondern um privates
Engagement. Deutschland sollte froh sein, dass die Helfer das tun, was
sie tun. Für wen sie es tun, ist zweitrangig und liegt allein in ihrem
Ermessen.

Die Tafeln dokumentieren allerdings nicht nur die Notwendigkeit nach
Hilfe, sondern in zweiter Linie auch eine gewisse Dekadenz unserer
Überfluss-Gesellschaft. Sie belegen eben nicht nur, dass es immer
Menschen gibt, die dieses Angebot gern annehmen, sondern eben auch,
dass es offensichtlich immer mehr ‚überschüssige‘ Lebensmittel gibt.“

15.03.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

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