Lehrerstreit: Geld als Lockmittel darf nur zweite Wahl sein

Andrea Kersten Pressemitteilung

Zum Dauerstreit zwischen sächsischen Lehrern und dem sächsischen Kultusministerium unter Staatsminister Christian Piwarz, CDU, kommentiert Bildungspolitikerin Andrea Kersten der Blauen Partei, Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„Die zunehmend häufiger auftretenden schrillen Töne im Konflikt zwischen den Lehrern und dem Kultusministerium machen deutlich, dass eine Verbeamtung und damit hauptsächlich Geld zur Lösung der sächsischen Schulkrise nicht die optimalste Lösung sein können. Der finanzielle Weg führt zwangsläufig immer zu Ungerechtigkeiten, er ist nicht gangbar, ohne der einen oder der anderen Partei weh zu tun.
Vielmehr muss, *wie von der Blauen Partei kontinuierlich gefordert*, die Verbesserung der Rahmenbedingungen endlich intensiviert werden.
Gerade da könnte sich Sachsen im harten Wettbewerb um fähige Köpfe von anderen Bundesländern absetzen. Ob renovierte Schulen, mehr Stellen, kleinere Klassen – es gäbe reichlich Möglichkeiten zur Verbesserung des Pädagogenalltags.

Noch eine Bemerkung zur etwas platten Ausrede von Herrn Piwarz, er hätte keine Einladung zu den am Dienstag stattgefundenen Lehrerprotesten bekommen: Wenn eine Demonstration vor einem bestimmten Ministerium aufzieht, ist wohl anzunehmen, dass der Adressat in eben diesem Ministeramt wirkt. Benötigt der Kultusminister tatsächlich erst eine separate Aufforderung, um vor den Lehrern zu dem wohl dringlichsten Problem sächsischer Politik zu sprechen? Das sollte ein Verantwortlicher in dieser Position von ganz alleine tun!“

13.06.2018

Blaue Gruppe im Sächsischen Landtag

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