Diesel-Umrüstung ist Geschenk an Autoindustrie

Andrea Kersten Pressemitteilung Bürgerforum Blaue Wende

Zu den Ergebnissen des so genannten Dieselgipfels vom 02. Oktober in Berlin kommentiert

Andrea Kersten, MdL der Blauen Partei, selbst Dieselfahrerin:

„Fachmagazine schreiben, es gäbe bereits Möglichkeiten, beinahe alle Dieselfahrzeuge kostengünstig nachrüsten zu lassen. Ein Neukauf sei beim Löwenanteil der Autos demnach gar nicht nötig. Natürlich taucht diese Lösung im jetzt verabschiedeten Koalitionspapier überhaupt nicht auf. Warum auch – schließlich will man es den Autobauern zum Geschenk machen, dass sie auf einen Schlag Tausende ihrer Produkte absetzen.

Fallstrick dabei: Das Angebot gilt erst einmal nur für Fahrzeugbesitzer in den 14 ‚besonders belasteten‘ Regionen – etwa Köln, Reutlingen, Stuttgart und München. Sollten weitere Städte hinzukommen, müssten die Beschlüsse auch auf diese ausgeweitet werden.

Dazu steht allerdings nichts im Papier. Bedeutet das dann eine erneute Spirale der Sondergipfel und Maßnahmenpakete?

Das Problem wäre im Übrigen relativ schnell gelöst. Deutschland sollte sich von dem sozialistisch geprägten Wunsch lösen, sich die Ergebnisse so zu machen, wie es der Bundesregierung oder den Umweltverbänden gefällt. Messstationen werden nämlich konträr zu derzeitigen EU-Richtlinien verstärkt an neuralgischen Punkten aufgestellt, an denen die Schadstoffbelastung besonders hoch ist. Messungen, die an einer vielbefahrenen Kreuzung genommen werden, spiegeln allerdings nicht den Durchschnitt wider!

Gleichzeitig sollten sich die Verantwortlichen von den ideologisch gefärbten Grenzwerten verabschieden – statt sich von der nahezu halbseiden agierenden Deutschen Umwelthilfe von einem Fahrverbot zum nächsten treiben zu lassen, muss Deutschland wissenschaftlich fundierten Grenzwerten den Vorzug vor ideologisch völlig überzogenen geben!“

02.10.2018