Genial daneben – CFC Insolvenzverwalter will Fußballverein politisieren!

CFC Andrea Kersten Bürgerforum Blaue Wende

Die Insolvenz des Chemnitzer FC zieht weiter seine Kreise. In einem 19- seitigen Schreiben wurden die Fraktionen des Chemnitzer Stadtrates über den Stand der Sanierung des Chemnitzer Fußballclubs informiert. Kernaussage: Klaus Siemon, Insolvenzverwalter des CFC, hält den Spielbetrieb im erst im vorletzten Jahr fertig gestellten und für schlanke 27 Millionen Euro errichteten Stadion für nicht finanzierbar. Die Lösung des Problems sieht Siemon bei der Stadt und somit beim Steuerzahler. Nachdem eben dieser Steuerzahler bereits die Kosten für den Bau des Stadions übernommen hat, soll die Stadt für die Verpflichtung, dass der CFC weiterhin in diesem Stadion spielt, ein Entgelt bezahlen. 750 Tausend Euro sind laut Siemon allein für die laufende Regionalligasaison (4. Liga!!!) nötig, bei einem Aufstieg in die 3. Liga bringt er bereits eine Summe von 1,25 Millionen Euro ins Gespräch.

Natürlich ist der werte Herr Siemon kein Unmensch und ist im Gegenzug zu einer ganzen Reihe von Gegenleistungen bereit. Neben der oben bereits angesprochenen Verpflichtung (oder doch besser Bereitschaft?), dass der Chemnitzer FC seine Heimspiele im Stadion an der Gellertstraße ausrichtet, verspricht Siemon auch, die Heimspielstädte des CFC zu einem Bollwerk gegen Rechtsradikalismus zu machen. Autsch!

Nach den Vorkommnissen in Chemnitz in Folge des vermutlich durch Flüchtlinge verübten Mordes an einem Chemnitzer am Rande des Stadtfestes Ende August, mit welchen auch eine Chemnitzer Ultra-Gruppierung in Verbindung gebracht wird, sieht Siemon nun die Notwendigkeit, mit dem CFC ein Bollwerk gegen Rechtsradikalismus zu errichten. Fast könnte man meinen, die Demonstrationen mit Rechtsextremen spielen Herrn Siemon in die Hände. Denn die Taktik, die der Insolvenzverwalter jetzt fährt, ist einfach und klar. Siemon bringt das „Totschlagargument“ schlechthin. Wenn einem keine bessere Begründung für Geldforderungen einfällt, bringt man eben den Kampf gegen Rechtsradikalismus ins Spiel. Dass sich auch die Chemnitzer Stadtratsfraktionen gegen Rechtsradikalismus positionieren, darf erwartet werden. Wer sich nun also gegen die Finanzhilfe für den CFC entscheidet, muss damit rechnen, als jemand zu gelten, der Rechtsextremismus nicht bekämpfen möchte. Man kann nur hoffen, dass der Chemnitzer Stadtrat nicht auf diese Masche hereinfällt und diesem Versuch der Bevormundung eine klare Absage erteilt. Das erste was dem CFC nun weiterhelfen würde, wäre ein neuer Insolvenzverwalter, aber kein neues Geld vom Steuerzahler. Vom CFC erwarte ich darüber hinaus, dass er guten Fußball, aber nicht Bollwerk gegen was auch immer spielt.