Digitalpakt: Föderalismus darf nicht zur Bildungs- und Innovationsbremse werden!

Andrea Kersten Pressemitteilung Bürgerforum Blaue Wende

Zum „Digitalpakt Schule“ kommentiert Andrea Kersten, MdL der blauen Partei #TeamPetry und bildungspolitische Sprecherin:

„Im Gezerre um den Digitalpakt tummeln sich die etablierten Bundes- und Landespolitiker wieder einmal auf Nebenschauplätzen, anstatt voran zu gehen und Entscheidungen zu treffen. Während andere Länder, vornehmlich skandinavische und asiatische, an uns vorbeiziehen, streiten sich unsere Politiker lieber um Gelder, Einfluss, Ansehen und Macht. Dass sie damit den Schülern jede Möglichkeit nehmen, halbwegs zu den uns voraneilenden Nationen aufzuschließen, ist das eigentlich Erschreckende. Für eine Vorreiterrolle Deutschlands ist es wenig interessant, ob ein Wissenschaftler oder Ingenieur seine Ausbildung in Bremen, Sachsen oder Hessen absolviert hat; interessant ist, ob unsere deutschen Unternehmen bei Innovationen international Schritt halten können.

Interessant ist allerdings auch, dass es beim Digitalpakt überhaupt nicht um Inhalte geht. Während insbesondere asiatische Schüler schon Programmierung beherrschen oder die Aufbauweise eines Prozessors runterbeten können, fragen sich hiesige Verantwortliche, ob es WLAN im Klassenzimmer sein darf, ob Tablets hinzukommen oder was mit den Handys der Schüler während des Unterrichts geschieht. Solange aber nicht digitale Lerninhalte zur Debatte stehen, wird das deutsche Bildungswesen in Zukunft zu den Verlierern gehören.

Der Bund und die Länder müssen schnellstens einen Kompromiss finden, Föderalismus hin oder her. Dieses lieber um Kompetenzen streiten als Inhalte voran zu bringen, zeigt einmal mehr, wo unsere deutschen Spitzenpolitiker die Prioritäten für unser Land setzen. Bitte endlich machen!“