Flüchtlingsförderung in Sportvereinen – Geld sollte besser allen Sportbegeisterten zugutekommen

Andrea Kersten Pressemitteilung
Sachsen wird bis zum Ende des kommenden Jahres eine Million Euro für die Integration von Flüchtlingen in Sportvereinen im Rahmen des Förderprogramms „Integration von Flüchtlingen durch den Sport“ ausgeben. Für das Förderprogramm, welches es bereits seit 2015 gibt, hat das Innenministerium gemeinsam mit dem Landessportbund Sachsen (LSB) das Konzept entwickelt. Andrea Kersten, MdL der Blauen Partei #TeamPetry, sportpolitische Sprecherin der Blauen Gruppe, kommentiert: „Niemand kann etwas gegen Angebote an Flüchtlinge zur Integration haben. Gerade aber im Sport sind gesonderte Integrationsmittel nicht nötig. Teamgeist, Fairplay und Rücksichtnahme gehören zum Sport wie Wettkämpfe und Leistungsvergleiche. Das sehen wir besonders eindrucksvoll bei der Handball-Weltmeisterschaft, die aktuell in Deutschland ausgetragen wird. Unsere Steuergelder sollten allen zugutekommen. Also auch den gestandenen Vereinsmitgliedern, die jahrelang dabei sind. Pflege und Ausbau der Sportstätten, bessere Sportgeräte, neue Anlagen, aber insbesondere eine bessere Entschädigung der Übungsleiter. Gerade hier wurde in den letzten Dekaden auf Verschleiß gefahren, so dass die Sportvereine immer größere Probleme haben, Nachwuchs für Vereinsarbeit oder für den Übungsleiterbereich zu finden. ‚Abbau von Hemmschwellen, herstellen einer Kommunikationsplattform‘, der Verein als ‚Mittler zwischen Flüchtlingen, seinen Akteuren und den Sportangeboten‘ – die Auszüge aus dem Fördermittelkatalog sind lauter Selbstverständlichkeiten, die auch ohne ein separates Klientel-Förderprogramm funktionieren. Es wäre schön gewesen, wenn wir mittels des Sports und seiner sächsischen Vereine hätten unter Beweis stellen können, dass ein gutes Miteinander auch ganz ohne zusätzliche Fördermittelmillionen funktionieren kann. Der Bereich des Sports hätte das beste Beispiel sein können, denn Sport ist ein Integrationsinstrument an sich. Außerdem sollte sich die Staatregierung prioritär um die Absicherung des Schulsports kümmern, statt ihn -wie angekündigt- ab dem kommenden Schuljahr zu kürzen.“